Die FDP Schwaben fordert, die monatliche Verdienstgrenze für Studierende im BAföG-
Bezug deutlich anzuheben. Der derzeitige Grenzwert in Höhe der Minijob-Grenze
von 603 € pro Monat wird den realen Lebenshaltungskosten vieler Studierender
nicht gerecht und führt dazu, dass zusätzliche Arbeitsstunden durch Steuern oder
BAföG-Kürzungen effektiv entwertet werden. Studierende, die bereit sind, neben
ihrem Studium Verantwortung zu übernehmen und zu arbeiten, dürfen nicht dafür
bestraft werden, dass sie ihren Lebensunterhalt eigenständig sichern wollen.
Deshalb soll die Zuverdienstgrenze auf Höhe des Grundfreibetrags liegen, die
bisherige sozialversicherungsrechtliche Behandlung des Zuverdienstes soll
unverändert bleiben. Eine höhere Verdienstgrenze stellt sicher, dass sich
Mehrarbeit für Studierende tatsächlich lohnt und ihnen mehr finanzieller
Spielraum bleibt. Gleichzeitig verhindert eine weiterhin bestehende, aber
realistisch angehobene Grenze Fehlanreize für Personen, die sich nur zum Zweck
steuerlicher und sozialversicherungsrechtlicher Vorteile immatrikulieren würden.