FDP Schwaben

FDP Schwaben möchte Einzelhandel bei Digitalisierung unterstützen

FDP Online-Shop

Die Corona-Krise stellt den stationären Einzelhandel vor riesige Herausforderungen und verschärft die Wettbewerbssituation zum Online-Handel. Dies nahmen die Freien Demokraten in Schwaben zum Anlass, sich auf ihrer letzten Vorstandssitzung für ein Förderprogramm zur Digitalisierung des Einzelhandels auszusprechen.

Nicole Rauscher, die Kreisvorsitzende des Liberalen Mittelstands Bodensee/Oberschwaben und Initiatorin des Antrags, betreibt mit der Website „Lieferliebling“ selbst eine Online-Plattform für Einzelhändler und weiß um die Bedarfe in der Branche: „Gute Förderprogramme, die den Betroffenen echte Unterstützung beim Eintritt in den Online-Markt bieten, gibt es bisher nicht. Dabei ist nicht unbedingt immer der typische Online-Shop gemeint. Für viele Unternehmer macht das keinen Sinn. Es kann genauso die KI-Anwendung sein, um in Zukunft bei der sich wandelnden Kundenansprache, die gezielter und persönlicher wird, mitschwimmen zu können. Ich sehe den Einzelhandel hier aktuell in großer Gefahr, auf der Strecke zu bleiben“, so die Lindauerin.

Genau um dieser Entwicklung entgegenzutreten hat der Bezirksvorstand der FDP Schwaben ein Konzept für ein Förderprogramm im Freistaat beschlossen. Stephan Thomae, der Bezirksvorsitzende der FDP Schwaben und Bundestagsabgeordneter ist von der Notwendigkeit einer solchen Förderung überzeugt: „Das Förderprogramm orientiert sich an einem Programm aus NRW, welches von den dort mitregierenden Liberalen konzipiert und von den Betroffenen gut angenommen wurde. Es sieht vor, dass kleine und mittelständische Einzelhändler finanziell bei der Inanspruchnahme von (Beratungs-)Dienstleistungen in Bezug oder beim Ausbau von digitalen Technologien im Betrieb mit einem Fördersatz von 90 % unterstützt werden können. Es ist jetzt wichtig in der Krise Impulse für einen zukunftsfähigen Einzelhandel zu setzen, bevor es zu spät ist. Gerade im ländlichen Raum wären die Folgen eines massenhaften Einzelhandelssterbens sowohl für die Wirtschaft als auch für das Gemeinwesen fatal“, so Thomae.